Die Abteile im Autozug sind nur mit vier Personen besetzt, unseres sogar nur mit dreien. Die Befürchtung, mit den schwedischen Kampftrinkern eine endlos laute Nacht verbringen zu müssen, löste sich auf: Unser Mitbewohner ist Armin, ein netter Duc Fahrer, der nicht das erste Mal in die Pyrenäen zum 'Brennen' fährt. Wir lassen die bilderbuchhafte Mosellandschaft in hochsommerlicher Abendstimmung vorbeiziehen, verspeisen den Proviant und machen es uns am Abend mit einer Flasche Rotwein gemütlich. Das monotone Rauschen des Zuges begleitet uns durch die Nacht. Früh morgens grüsst Südfrankreich mit mediterranen Gerüchen und herrlichem Licht. Beim Frühstück blicken wir auf das vorbeiziehende Avignon. Narbonne nähert sich und als wir ausgeladen werden (die Zeremonie zieht sich etwas, da eine Madam ihren Wagen, der die Abfahrt blockiert, nicht erkennt), sind wir enttäuscht, denn der Himmel ist milchig trüb. Trotzdem ist es einfach schön, sich nach so "wenigen" Stunden in Südfrankreich wiederzufinden. Das Gepäck der Gummikühe wird sortiert und jetzt bestimmen wir wieder selbst den Kurs. Erstes Ziel: ein Campingplatz am Mittelmeer kurz vor der spanischen Grenze. | |